Stadt Dorfen Stadt Dorfen Stadt Dorfen

Radverkehr

Aktuelles

Aktion für funktionierende Radbeleuchtung

Wie steht es um die Beleuchtung der Räder?

Im Herbst und Winter schätzen Radfahrer ihre Sichtbarkeit ohne Beleuchtung häufig falsch ein. Mit der Aktion „Lichtgestalten“ sollen Informationen an die Hand gegeben werden, um die Radlerinnen und Radler vor Ort zum Nachdenken zu bringen.

Zum einen ist dies eine umfassende bebilderte Broschüre, die den aktuellen Stand der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) zum Thema Beleuchtung zusammenfasst und eine Checkliste, mit der ganz einfach die Ausstattung des eigenen Fahrrads überprüft werden kann, beinhaltet. Viele Radfahrer und Radfahrerinnen wissen nämlich gar nicht so genau, was an das Rad gehört – und was nicht. Außerdem ist ihnen nicht bewusst, wie schlecht sie eigentlich gesehen werden und sich damit selbst gefährden.

Mit „Lichtgestalten“ wird dabei besonders Wert daraufgelegt, die Radlerinnen und Radler persönlich von der Wichtigkeit einer funktionierenden Beleuchtung zu überzeugen anstatt durch Bußgelddrohungen Druck aufzubauen.

Die Infoflyer liegen u.a. im Eingangsbereich des Rathauses sowie im Bahnhofsbereich zur Mitnahme bereit oder kann unter https://agfk-bayern.de/dateienupload/dokumente/Publikationen_AGFK/Kampagne_Lichtgestalten/Infoflyer_Lichtgestalten.pdf heruntergeladen werden.

 

„Twist & schaut“ – Dooring-Unfälle durch den Schulterblick verhindern

Aufs neue Rad statt in den Urlaub – das ist der Eindruck, der angesichts des Ansturms auf Fahrradläden in diesem Jahr gewonnen werden kann. Doch umso mehr Bürger Rad und Pedelec als alltägliches Fortbewegungsmittel nutzen, desto wichtiger ist es im begrenzten Straßenraum, die schwächeren Verkehrsteilnehmer zu schützen. Eine große Unfallgefahr geht von parkenden Autos aus – insbesondere, wenn Auto- oder Beifahrer unachtsam die Autotüre öffnen. Durch den Schulterblick können Radfahrer leichter erkannt und Unfälle vermieden werden.

Unvermittelt öffnet sich eine Autotür und der herannahende Radfahrer läuft Gefahr zu stürzen: Das ist leider immer noch ein alltägliches Szenario, rund 45 Prozent* der Radfahrer haben bereits Erfahrung mit sogenannten „Dooring“-Unfällen. Dabei gibt es kaum eine andere Unfallursache, die so leicht vermeidbar wäre: Schon Fahrschüler lernen den Schulterblick als Verkehrsverhalten kennen, das weder Zeit noch Kraft kostet und schlicht eine Frage der Gewöhnung ist. Ein hilfreicher Schulterblick-Trick ist dabei der “Holländische-Griff“, der in den Niederlanden selbst Kindern bekannt ist: Öffnet der Autofahrer die Fahrertür mit der rechten statt mit der linken Hand, drehen sich Oberkörper und Kopf automatisch zum Schulterblick und hat den Radfahrer direkt im Blick – Dooring-Unfälle können hierdurch verhindert werden. Entgegengesetzt kann der „Holländische Griff“ auch vom Beifahrer angewandt werden. Und für Kinder gilt, dass sie eine Tür erst nach Aufforderung öffnen sollen.

Mitgliedschaft Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V.

Die Stadt Dorfen ist seit Anfang 2021 offizielles Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen.

Bayerns Netzwerk für Radverkehrsförderung spannt sich immer weiter auf: Zum Jahresbeginn 2021 zählt die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen e.V. (AGFK Bayern) insgesamt 83 Mitgliedskommunen. Die Anzahl der Städte, Gemeinden und Landkreise, die sich als „Fahrradfreundliche Kommunen in Bayern“ qualifizieren konnten, hat sich 2020 von 26 auf 37 Kommunen gesteigert.

Die jüngsten Zertifikate verliehen das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr und die AGFK Bayern bei einer feierlichen Auszeichnungsveranstaltung, die Pandemie-bedingt erstmals als digitales Event stattfand. „Das Fahrrad ist ein Verkehrsmittel mit Zukunft. Ich freue mich deshalb, wenn sich viele Kommunen in der AGFK engagieren und die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit noch mehr Menschen in Bayern Radfahren und dabei auch sicher unterwegs sind“, betonte Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer, die den ausgezeichneten Kommunen in einem vorab aufgezeichneten Grußwort gratulierte.

In der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK Bayern) haben sich 83 bayerische Kommunen mit insgesamt knapp sechs Millionen Einwohnern mit dem Ziel zusammengeschlossen, gemeinsam den Radverkehr zu fördern, Erfahrungen auszutauschen und Synergieeffekte zu nutzen. Die AGFK Bayern vertritt die Interessen ihrer Mitglieder im Radverkehrsbereich u.a. in der Landes- und Bundespolitik und bei kommunalen Spitzenverbänden. Dazu zählen sowohl die Förderung einer radverkehrsfreundlichen Mobilitätskultur als auch der Ausbau der Infrastruktur und die Erhöhung der Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer.

Alle Mitglieder werden nach einem einheitlichen Kriterienkatalog auf ihre Fahrradfreundlichkeit geprüft. In Dorfen wurde gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Straßenbauamts, der Polizeiinspektion Dorfen, der Verkehrswacht, des ADFCs sowie den Referenten des Stadtrats für den Bereich Mobilität in der Kommune wurde der lstzustand eruiertund zukünftige Vorgehen behandelt.

Alle aufklappen