Stadt Dorfen Stadt Dorfen Stadt Dorfen

Rundgang Innenstadt

Der Name Dorfen taucht bereits im 8. Jahrhundert in Urkunden auf. Die ersten Erwähnungen des Marktes Dorfen an der Isen datieren aus dem Jahr 1270. In den Jahren um 1450, später dann von 1679 bis 1745, erlangte Dorfen durch die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt mit dem wundertätigen Gnadenbild große Bedeutung als Marienwallfahrtsort. Die Stadt besitzt einen großräumig angelegten mittelalterlichen Stadtkern in Kreuzform mit schönen alten Fassaden und drei Stadttoren.

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Die Marktkirche wurde 1390 an Stelle einer Kapelle in gotischem Stil erbaut und bildet das Zentrum der Marktplätze, auf denen auch heute noch jährlich 11 Warenmärkte abgehalten werden. Seit 1684 wurden am Unteren Markt Viehmärkte veranstaltet, bis sie in den 50er Jahren mangels Nachfrage eingestellt wurden. Der Platz lädt heute nach seiner Renovierung 2002 zu Festen und Veranstaltungen verschiedenster Art ein.

Das Untere Tor, auch Altöttinger Tor genannt, ist eines der ältesten Bauwerke der Stadt aus der Zeit der Spätgotik. Es ist noch ein ursprünglicher Teil der mittelalterlichen Wehranlage des Marktes mit 4 Toren, Wassergraben und Palisaden.

Gegenüber der Marktkirche steht das sogenannte Brothaus, früher die gemeinschaftliche Verkaufsstelle aller Bäcker des Marktes. Auffällig ist der gotische Holzbalkon an der Südseite des Hauses.

Die Brauerei Bachmayer wird seit 1847 als selbständinges Unternehmen geführt. 1910 war das Jugendstilgebäude das Ziel der Randalierer im sogenannten "Bierkrieg". Auslöser war eine Bierpreiserhöhung.

Die Mariensäule von Simon Geigenberger aus Wasserburg ist eine Stiftung des ehemaligen Dorfner Pfarrers Anton Schmittner.

In der Grünanlage des Rathausplatzes steht der Hemadlenzenbrunnen von Prof. Hermann Wandinger. Er erinnert an einen besonderen Dorfener Brauch, den bekannten Hemadlenzenumzug am Unsinnigen Donnerstag.

Das Rathaus mit seiner Fassade von Regierungsbaumeister Theo Wimmer, beherbergt in seinem Sitzungssaal die sogenannten Rathausbilder aus den Jahren 1686 bis 1690 des bayerischen Hofmalers Kaspar Sing.

1993 wurde beim 2006 frisch renovierten evangelischen Pfarrzentrum die Versöhnungskirche nach Plänen der Architekten Franz Lichtblau und Ludwig Bauer gebaut. Die Fenster stammen von dem Kirchenmaler und Grafiker Hubert Distler, das Wandkreuz von Hans Hahn.

Am Südeingang zum Rathausplatz stand einst das Haager Tor (Hämmerle Tor). Es war 1878 zur Ruine ausgebrannt und wurde 1886 abgebrochen. Dadurch öffnet sich heute der Stadtkern nach Süden zum Bahnhof hin.

Bis ins 19. Jahrhundert war der Markt Dorfen von einem Wassergraben umgeben, der 1890 verfüllt wurde. Dort entstand ein Fußweg, der Herzoggraben, der rund um die Innenstadt führt.